

Mit acht Jahren auf einem See in Neuruppin entdeckt, mit 13 schon auf der Kinder- und Jugendsportschule – der Weg von Kathrin Boron schien vorgezeichnet. Doch gleich zu Beginn ihrer Senioren-Karriere verhindert eine Verletzung ihren Olympiatraum von Seoul 1988. Ein Rückschlag, der sich als Startschuss für eine beispiellose Erfolgsserie entpuppen sollte.Von 1992 bis 2008 nahm sie an fünf Olympischen Spielen teil und kehrte jedes Mal mit einer Medaille zurück. Ihre Bilanz: vier Goldmedaillen und eine Bronzemedaille. Hinzu kommen acht Weltmeistertitel. Diese Dominanz brachte ihr nicht nur den Respekt ihrer Konkurrentinnen ein, sondern auch die höchste Auszeichnung des Weltruderverbands, die Thomas-Keller-Medaille.Heute ist die Ruder-Ikone, die in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ aufgenommen wurde, als Laufbahnberaterin am Olympiastützpunkt Niedersachsen tätig. Dort gibt sie ihre immense Erfahrung weiter und hilft der nächsten Generation von Spitzenathleten, den Spagat zwischen sportlicher Karriere, Ausbildung und dem Leben danach zu meistern. Eine wahre Königin ihres Fachs – im Boot und darüber hinaus.
Wenn es im Biathlon auf die letzte, entscheidende Runde ankam, gab es einen Mann, den alle auf der Rechnung haben mussten: Sven Fischer. Berüchtigt für seine enorme Willensstärke und seine Fähigkeit, auf den letzten Metern über sich hinauszuwachsen, prägte er über 15 Jahre lang die Weltspitze.Seine Karriere ist gespickt mit unvergesslichen Duellen und grandiosen Staffeleinsätzen, bei denen er schier aussichtslose Rückstände aufholte. Die Bilanz seiner langen Karriere ist beeindruckend: vier Olympiasiege und sieben Weltmeistertitel. Unvergessen sind seine drei Medaillen bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin, wo er an der Seite von Michael Greis triumphierte.Auch nach seiner aktiven Laufbahn ist Sven Fischer dem Sport treu geblieben. Als gefragter TV-Experte für das ZDF analysiert er mit scharfem Blick und sympathischer Art die Rennen und erklärt den Zuschauern die Faszination Biathlon. Mit seinen eigenen Biathlon-Camps gibt er seine Leidenschaft zudem an Hobbysportler und Firmen weiter. Ein Champion, der bis heute für Kampfgeist und Leidenschaft steht.




Als Torhüter zum Welthandballer des Jahres ernannt zu werden, ist ein Kunststück. Henning Fritz gelang es 2004 als erstem Torwart überhaupt und krönte damit eine außergewöhnliche Karriere. Er war der sichere Rückhalt und der Hexer im Tor, der gegnerische Angreifer zur Verzweiflung trieb.Seine größten Erfolge feierte er mit der Nationalmannschaft: Europameister 2004, Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Athen 2004 und als Höhepunkt der unvergessliche Weltmeistertitel beim Wintermärchen 2007 im eigenen Land. Doch gerade vor diesem Turnier lernte er auch seine Grenzen kennen, als ihn der unbändige Ehrgeiz in die völlige Erschöpfung führte. Der Weg aus dieser Krise und das Finden der perfekten Balance zwischen Leistungsbereitschaft und Gelassenheit waren vielleicht sein wichtigster Sieg.Heute gibt der sympathische Champion seine Erfahrungen als Torwarttrainer, TV-Kommentator und in seinem Podcast „20/12“ weiter. In Seminaren und Coachings vermittelt er authentisch, wie man mentale Stärke entwickelt, mit Druck umgeht und dabei die innere Ruhe bewahrt.
Die Geschichte von Gerd Schönfelder ist eine der beeindruckendsten im deutschen Sport. Nach einem Unfall verlor er als 19-Jähriger seinen rechten Arm, doch anstatt aufzugeben, fand er im Skisport eine neue Berufung – und wurde zum erfolgreichsten Athleten in der Geschichte der Paralympischen Winterspiele.Seine Bilanz ist schier unglaublich:Bei sechs Teilnahmen an den Paralympics sammelte er 16 Gold-, vier Silber- und zwei Bronzemedaillen. Hinzu kommen 14 Weltmeistertitel. Über zwei Jahrzehnte dominierte er die Pisten und setzte Maßstäbe, die bis heute unerreicht sind. Er bewies eindrucksvoll, dass eine körperliche Einschränkung kein Hindernis für Weltklasse-Leistungen sein muss.Gerd Schönfelder ist mehr als nur ein Seriensieger. Er ist ein Vorbild für Resilienz, Mut und einen unbändigen Lebenswillen. Als gefragter Redner inspiriert er heute Menschen in Unternehmen und Organisationen, ihre eigenen Grenzen zu überwinden. Auf Langeoog zeigt er beim Slackline-Parcours, worauf es im Leben wie im Sport ankommt: Balance finden, Haltung bewahren und niemals aufgeben.




Im Schwimmsport galt er mit 35 Jahren als „alter Mann“, seine größten Erfolge schienen lange zurückzuliegen. Doch Mark Warnecke, studierter Arzt, weigerte sich, an sein Karriereende zu glauben. Stattdessen revolutionierte er sein eigenes Training, entwickelte eine spezielle Diät sowie eigene Aminosäure-Produkte und startete das wohl spektakulärste Comeback der deutschen Schwimmgeschichte.Der Höhepunkt dieser Reise: die Weltmeisterschaften 2005 in Montreal. In einem perfekten Rennen über 50 Meter Brust schlug er als Erster an und krönte sich zum ältesten Schwimm-Weltmeister aller Zeiten – ein Rekord, der bis heute besteht. Es war der Lohn für einen unkonventionellen Weg, auf dem er Wissen, Disziplin und Willensstärke auf einzigartige Weise kombinierte. Schon 1996 hatte er mit Bronze bei den Olympischen Spielen in Atlanta seine Weltklasse unter Beweis gestellt.Heute ist Dr. Mark Warnecke ein erfolgreicher Unternehmer. Mit seiner Firma vertreibt er die von ihm entwickelten Nahrungsergänzungsmittel und gibt sein enormes Wissen über Ernährung, Fitness und Gesundheit als gefragter Experte weiter. Er ist der lebende Beweis dafür, dass man mit dem richtigen Plan und unbändigem Glauben an sich selbst jedes Alter und jede Grenze überwinden kann.